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Elbsandsteingebirge

Sehenswürdigkeiten im Elbsandsteingebirge

Sehenswürdigkeiten, Sagen & Kultur – die Stopps, die eine Tour erst rund machen.

Sehenswert

Sehenswürdigkeiten im Elbsandsteingebirge

Die Bastei über Rathen ist der bekannteste Punkt des Gebirges: eine Felsgruppe rund 190 Meter über der Elbe, verbunden durch die 1851 in Stein ausgeführte Basteibrücke. Anfahrt und Parken sind geregelt, die letzten Meter geht man.

Motorradfahrer auf einer Landstraße vor Getreidefeld, dahinter Sandsteinfelsen über dem Wald
Unterwegs am Pfaffenstein, 435 Meter. Die Landstraßen auf der Hochfläche zwischen Königstein, Gohrisch und Rosenthal umgehen den Talverkehr.

Die Festung Königstein auf dem gleichnamigen Tafelberg gehört zu den größten Bergfestungen Europas und ist über eine eigene Zufahrt erreichbar. Von der Festungsmauer sieht man das Elbknie, den Lilienstein gegenüber und bei klarer Luft bis zum Erzgebirgskamm.

Der Lichtenhainer Wasserfall am oberen Ende der Kirnitzschtalstraße ist Endhaltestelle der Kirnitzschtalbahn und ein gestauter Wasserfall, der zu festen Zeiten geöffnet wird. Der Personenaufzug Bad Schandau von 1904/05 führt auf die Ostrauer Scheibe; die Felsenbühne Rathen wird im Sommerhalbjahr von den Landesbühnen Sachsen bespielt — nach dem Unwetter vom 31. Juli 2026 laufen viele Vorstellungen an Ausweichspielstätten, der Spielplan gehört vor der Buchung geprüft.

Auf der böhmischen Seite ist das Prebischtor bei Mezní Louka das größte natürliche Felsentor Europas. Von Bad Schandau sind es bis Hřensko rund neun Kilometer.

Kultur & Sagen

Sagen, Geschichte und Kultur der Region

Der Name „Sächsische Schweiz" stammt von zwei Schweizer Malern, die im 18. Jahrhundert an der Dresdner Kunstakademie arbeiteten und die Landschaft mit ihrer Heimat verglichen. Die Maler kamen danach in Serie: Der Malerweg folgt auf 112 Kilometern in acht Etappen ihren Wegen, beginnt im Liebethaler Grund bei Pirna und endet wieder in Pirna.

Motorradfahrer auf einer Landstraße, dahinter flache Felder und am Horizont Tafelberge
Die Silhouette der Sächsischen Schweiz. Der Nationalpark besteht seit Oktober 1990 aus zwei Teilen: um Bastei, Lilienstein und Polenztal sowie um Schrammsteine, Großen Winterberg und Großen Zschand.

Die Festung Königstein war nie erobert und diente über Jahrhunderte als Staatsgefängnis und Depot; im Zweiten Weltkrieg lagerten dort Kunstschätze der Dresdner Sammlungen. In Hohnstein steht eine Burg über dem Polenztal, die im 20. Jahrhundert nacheinander Jugendherberge, Konzentrationslager und Kriegsgefangenenlager war.

Das Klettern hat hier eigene Regeln, die älter sind als der Sport anderswo: Die Sächsischen Kletterregeln verbieten Magnesia ebenso wie Klemmkeile und Friends. Gezählt werden im Nationalpark 1.147 Klettergipfel — an keiner anderen Stelle Deutschlands stehen so viele auf so engem Raum.

Bei Regen: Ziele unter Dach

Die Festung Königstein hat einen großen Teil ihrer Ausstellungen in den Kasematten und Gebäuden und funktioniert deshalb auch bei Schauern. Die Toskana Therme in Bad Schandau arbeitet mit einem Solebecken und hat eine Sauna, die nebenbei die nasse Kleidung trocknet.

Wer weiterfahren will, hat Dresden in Reichweite: gut vierzig Kilometer, rund 45 Minuten bis in die Innenstadt, mit Museen, Gemäldegalerie und Zwinger. Auf der böhmischen Seite ist Děčín mit Schloss und Rosengarten die nähere Alternative.

Bei Dauerregen ist auch die Kirnitzschtalbahn ein Ziel für sich: 7,9 Kilometer durchs Tal, in der Gästekarte enthalten, im Sommer alle 30 Minuten.

Fünf Tage im Elbsandsteingebirge

Tag 1 — das Kirnitzschtal: Von Bad Schandau die S 165 flussaufwärts bis zum Lichtenhainer Wasserfall, weiter über die Höhe nach Hinterhermsdorf und zurück über Sebnitz. Früh losfahren, das Tal ist mittags voll.

Tag 2 — linkselbische Tafelberge: Über die Brücke bei Bad Schandau nach Königstein, hinauf zur Festung, danach über die Hochfläche zwischen Gohrisch, Papststein und Rosenthal, zurück durchs Bielatal. Die Talstraße im Elbtal möglichst meiden, sie trägt den gesamten Durchgangsverkehr.

Tag 3 — Böhmische Schweiz: Über Schöna nach Hřensko, weiter nach Mezní Louka und über die böhmische Hochfläche Richtung Chřibská. Null Promille, Licht an, Papiere griffbereit — die Grenze wird wieder kontrolliert.

Tag 4 — Vordere Sächsische Schweiz: Über Hohnstein ins Polenztal, weiter nach Stadt Wehlen und Rathen. Nach dem Unwetter vom 31. Juli 2026 ist der Zustand der Wege dort im Fluss, den Stand vorher beim Infotelefon erfragen.

Tag 5 — Dresden und zurück: Über Pirna nach Dresden, gut vierzig Kilometer, und über die linkselbischen Landstraßen zurück ins Gebirge. Ein Tag für Museen, Werkstattbesuch oder beides.

Unterkunft im Elbsandsteingebirge

Burghotel Stolpen, Stolpen
Stolpen

Burghotel Stolpen

Das Burghotel Stolpen liegt am Fuße der Burg Stolpen in einer Landschaft Sachsens. Von dort aus erreichen Motorradfahrer die Sächsische Schweiz mit ihrer Natur sowie das Lausitzer Bergland.

4,8 (2 Bewertungen)
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